Jesus vollendet sein Werk durch Menschen, die an ihn glauben

Jesus ist nicht nur der Anfänger des Glaubens, der in seinem irdischen Dasein Beispiele gegeben hat, welche Kraft der Glauben hat. Was er in den Grenzen des Menschseins begonnen hat, vollendet er nun nach der Auferstehung in der Grenzenlosigkeit Gottes, der kein Maß setzt. Jesus ist der Vollender des Glaubens. Er wirkt durch seine Gemeinde, der er die Vollmacht gegeben hat, in aller Kraft das Erbe anzutreten, dass keine Grenzen mehr hat, weil jetzt der volle Reichtum des Vaters zur Verfügung steht. Weil jeder, der an ihn glaubt, mit ihm am Kreuz gestorben ist und mit ihm auferstanden ist, ist jeder im Besitz dieses unbegrenzten Reichtums. Selbstverständlich gilt das nur denen, die an ihn glauben. Wer glaubt, von dem werden Ströme lebendigen Wassers ausgehen. Das ist nur eine andere Formulierung für die Ströme der Heilung, die von Jesus ausgingen. Heilung ist nur ein besonders hervorstechender Teil des Segens, den der Reichtum des Vaters beinhaltet. Wer glaubt, wird mehr Erfolg haben als Jesus und mehr tun, als er getan hat. Das liegt daran, dass jetzt das Erbe des Vaters in seiner ganzen Fülle zur Verfügung steht. In der Theologie der „Demut und des Jammertales“ klingt es anders, aber das liegt nicht an den Aussagen des Neuen Testamentes, sondern daran, dass in den 2000 Jahren seit der Auferstehung der Glaube nicht aufgebaut wurde, sondern der Glaube versperrt wurde von Leuten, die zum Glauben nicht fähig waren und jeden kleinen Versuch hasserfüllt verfolgt haben, der dem Glauben entsprang. In der Gegenwart beten viele Menschen um „Erweckung“. Aber wozu dienen diese Gebete? „Erweckung“ in seiner ganzen Fülle existiert seit 2000 Jahren, aber niemand ergreift die Erweckung, ohne sie wieder loszulassen. Es ist nicht erforderlich, um sie zu beten – man muss sie tun, denn sie ist längst bereit gestellt worden. Das sind Aussagen, denen ich mich auch erst allmählich öffne. Aber es ist in konzentrierten Worten die Lehre Jesu.

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Jesus hat den Glauben auf der Erde eingeführt

Glaube hat besondere Gesetze. Wenn jemand etwas glaubt, verändert er die Realität. Es entsteht etwas anderes, was vorher nicht existierte. Jesus sagte über ein Kind, ein Mädchen, das gestorben war: „Sie schläft“. Die Leute verlachten ihn, denn ihre Realität erkannte den Tod des Kindes. Seine Realität war durch den Glauben bestimmt: Er sah sie lebendig. Durch seinen Glauben entstand Leben. Als Lazarus gestorben war, sagte er zu seinen Jüngern: „Er ist gestorben“. Er erkannte die Realität, aber verleugnete sie und sagte die Realität, die durch den Glauben entstand: „Er schläft und ich werde ihn aufwecken“. Genau diese Sicht des Glaubens meint er an anderer Stelle mit der Aufforderung, bei der Nachfolge „sich selbst zu verleugnen“. Die Realität, die sichtbar ist, ist nicht identisch mit der Realität des Glaubens. Aber der Sicht, die den Menschen zurück halten will, die verändernde Realität des Glaubens zu übernehmen, ist mit aller Entschiedenheit zu sagen: „Ich kenne dich nicht“. Das ist die Selbstverleugnung, wie sie Jesus meint.

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Jesus heilte mit der Kraft des Sohnes, nach der Auferstehung heilt er mit der Kraft des Vaters

Mit dieser Überschrift sehe ich das Evangelium von Jesus erfasst, wie es vor 2000 Jahren bei seinem sichtbaren Wirken auf der Erde galt und wie es heute gilt, wenn das Reich Gottes von Menschen verkündet wird, in denen er lebt. Der Satz ist zugeschnitten auf die Heilung, die einen Bereich anspricht, wo der einzelne Mensch besonders hilflos ist. In unserer westlichen Zivilisation hat besonders Krankheit zerstörende Kraft, denn sie verhindert ein glückliches und freies Leben, auch wenn der materielle Bereich keine Sorgen verursacht. Im schlimmsten Fall verursacht sie sogar den Tod.

Von Jesus ging Kraft aus, die alle heilte, die an ihn glaubten. Die Kraft zur Heilung, die von ihm ausströmte, war so stark, dass ihn alle anrühren wollten, die krank waren. In der Einsamkeit im Zwiegespräch mit dem Vater sammelte er diese Kraft. Sie war da, wenn er auf Menschen traf, die auf seine Hilfe vertrauten.

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